Ob in der Hausarztpraxis, der Kardiologie oder der Gynäkologie: Diabetes mellitus und Adipositas gehören zu den Volkskrankheiten, denen Ärztinnen und Ärzte in den verschiedensten Fachgebieten immer wieder begegnen.
In diesem Artikel erfährst du, warum Fortbildung in diesem Bereich so relevant bleibt, was sich in der Versorgung aktuell verändert und worauf du bei der Auswahl einer passenden Fortbildung achten solltest.
1. Diabetes und Adipositas in Zahlen
Laut der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) liegt die Prävalenz von Typ-2-Diabetes in Deutschland inzwischen bei 11,9 %1. Damit sind über 9,3 Millionen Menschen betroffen1. Das Robert Koch-Institut (RKI) geht in seinen Prognosen von einem weiteren Anstieg auf bis zu 16,1 % bis zum Jahr 2050 aus2.
Ähnlich sieht es bei Adipositas aus: Die Prävalenz bei Erwachsenen ist laut RKI-Trendanalysen von 12,2 % (2003) auf 19,7 % (2023) gestiegen3, mit einem besonders deutlichen Zuwachs bei jüngeren Männern3.
Diese Entwicklung bedeutet für deine ärztliche Praxis: Wissen, das vor wenigen Jahren aktuell war, kann heute bereits veraltet sein. Genau deshalb lohnt sich ein Blick darauf, warum Fortbildung in diesem Bereich so relevant bleibt und wie du die passenden Kurse für dich findest.
2. Warum Fortbildung im Bereich Diabetes und Adipositas so gefragt ist
Diabetes und Adipositas sind selten isolierte Diagnosen. Das macht das Fachgebiet in mehrfacher Hinsicht anspruchsvoll:
- Häufige Begleiterkrankungen: Beide Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf und stehen in engem Zusammenhang mit kardiovaskulären, orthopädischen oder beispielsweise psychischen Begleiterkrankungen4, 5.
- Fachübergreifende Relevanz: Mit einer Prävalenz von fast 12 % bei Diabetes und knapp 20 % bei Adipositas begegnen Ärztinnen und Ärzte diesen Diagnosen in den verschiedensten Fachrichtungen, unabhängig von der eigenen Spezialisierung1, 3.
- Kontinuierliche fachliche Weiterentwicklung: Leitlinien, Versorgungsansätze und Studienlage entwickeln sich in diesem Bereich kontinuierlich weiter. Auffällig ist zudem ein früherer Erkrankungsbeginn und eine Zunahme bei jüngeren Menschen1.
3. Was sich in der Versorgung aktuell verändert
Diabetes, Adipositas und kardiovaskuläre Erkrankungen werden zunehmend als zusammenhängender Risikokomplex betrachtet, statt als getrennte Diagnosen. Ein Beispiel dafür ist das neue Konzept des kardiovaskulär-renalen-metabolischen (CKM-)Syndroms, das genau diese drei Bereiche gemeinsam denkt6.
Auch die Versorgung selbst verändert sich: Disease-Management-Programme (DMPs) und digitale Anwendungen gewinnen in der Betreuung chronisch erkrankter Patienten an Bedeutung. Ab 2027 können sich Patienten sogar für ein digitales DMP Diabetes einschreiben7.
Dazu kommt, dass sich die Praxisempfehlungen der DDG jährlich an den aktuellen Stand der Wissenschaft anpassen, deutlich häufiger als klassische Leitlinien in vielen anderen Fachgebieten8.
4. Worauf du bei der Wahl einer Diabetes- und Adipositas-Fortbildung achten solltest
- Format: Ob Video on demand, Podcast oder interaktive Kasuistik – du weißt am besten, was in deinen Alltag passt. Wichtig ist, dass du die Wahl hast und dich nicht auf ein starres Format festlegen musst.
- Praxisnähe: Setze auf Inhalte, die deinem Praxisalltag wirklich weiterhelfen, statt dich mit reinem Grundlagenwissen aufzuhalten.
- Zugänglichkeit: Gute Fortbildung muss dich nichts kosten. Kostenfreie Angebote machen dir das Fortbilden leichter, ohne dass es an fachlicher Qualität fehlt.
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Fazit
Diabetes und Adipositas gehören zu den Fachgebieten, die dich in nahezu jeder Fachrichtung begleiten, ob in der Hausarztpraxis, der Kardiologie oder der Gynäkologie. Gleichzeitig verändert sich hier fachlich viel: Leitlinien werden regelmäßig aktualisiert, neue Versorgungskonzepte etablieren sich, und die Zahl der Betroffenen wächst weiter. Umso wichtiger ist es, hier auf dem neuesten Stand zu bleiben, sowohl für deine Patienten als auch für deine eigene fachliche Sicherheit im Alltag.
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Dieser Artikel wurde mithilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.
Literaturnachweise
1 Deutsche Diabetes Gesellschaft. (2025). Zum Weltdiabetestag zeigt der Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes 2026, warum Handeln jetzt wichtiger ist denn je. [Pressemittelung]. Zuletzt abgerufen am 11.09.26, von https://www.ddg.info/presse/2025/zum-weltdiabetestag-zeigt-der-deutsche-gesundheitsbericht-diabetes-2026-warum-handeln-jetzt-wichtiger-ist-denn-je
2 Robert Koch-Institut. (2025). Entwicklung von Prävalenz und Fallzahl des diagnostizierten Typ-2-Diabetes in Deutschland: Prognosen bis 2050. Zuletzt abgerufen am 09.11.26, von https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/Focus/JHealthMonit_2025_03_Diabetes_Prognosen.html
3 Robert Koch-Institut. (2026). Adipositas und Übergewicht. [Meldung]. Zuletzt abgerufen am 09.11.26, von https://www.rki.de/DE/Themen/Nichtuebertragbare-Krankheiten/Koerperliche-Gesundheit/Adipositas-und-Uebergewicht/Adipositas_inhalt.html
4 Deutsche Adipositas-gesellschaft (DAG) e.V. (2024). Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur “Prävention und Therapie der Adipositas”. In Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) e.V. https://register.awmf.org/assets/guidelines/050-001l_S3_Praevention-Therapie-Adipositas_2024-10.pdf
5 Abrahamian, H., Kautzky-Willer, A., Rießland-Seifert, A., Kautzky, A., Brix, J., Harb, B., Beer, D., Lebherz-Eichinger, D., Fasching, P. & Toplak, H. (2023). Psychische und neurokognitive Erkrankungen und Diabetes mellitus (Update 2023). Wiener Klinische Wochenschrift, 135(S1), 225–236. https://doi.org/10.1007/s00508-022-02117-9
6 Kurt, B., Marx, N. & Wolf, D. (2026). Neue US-Leitlinie zum CKM-Syndrom: Einordnung aus europäischer Perspektive. Zuletzt abgerufen am 09.11.26, von https://herzmedizin.de/fuer-aerzte-und-fachpersonal/newsroom/kardiologie-interdisziplinaer/herz-und-metabolismus/neue-us-leitlinie-zum-ckm-syndrom
7 Kassenärztliche Bundesvereinigung. (o.D.). Disease-Management-Programme. Zuletzt abgerufen am 09.11.26, von https://www.kbv.de/praxis/patientenversorgung/dmp
8 Deutsche Diabetes Gesellschaft. (2026). Leitlinien & Praxisempfehlungen. Zuletzt abgerufen am 09.11.26, von https://www.ddg.info/behandlung-leitlinien/leitlinien-praxisempfehlungen
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